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Veranstaltungstermine aktuell

Sonntag, 9. Oktober 2022, 15 Uhr

Offene Führung durch die Ausstellung „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“

mit Annegrit Berghoff, Mitglied der Lagergemeinschaft KZ Moringen

Ort | Ausstellungsraum „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945", Godehardstraße 11, Göttingen

In den Jahren 2000 bis 2007 ermordeten die Neonazis des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) in Deutschland zehn Menschen. Abdurrahim Özüdoğru, Enver Şimşek, Habil Kılıç, Halit Yozgat, İsmail Yaşar, Mehmet Kubaşık, Mehmet Turgut, Süleyman Taşköprü und Theodoros Boulgarides wurden aus rassistischen Gründen umgebracht. Der NSU tötete zudem die Polizistin Michèle Kiesewetter und beging mehrere Bombenanschläge und Banküberfälle. Erst als sich der NSU im November 2011 selbst enttarnte, erfuhr die Öffentlichkeit, dass terroristische Rechtsextreme die Verbrechen verübt hatten. Die Polizei hatte bis dahin nur im Umfeld der Mordopfer nach den Täter*innen gesucht, Rassismus als Tatmotiv war ausgeblendet worden. Für die Angehörigen der Opfer begann nun ein erneuter, schmerzhafter Aufarbeitungsprozess.

Die bilderreiche Wanderausstellung von Birgit Mair setzt sich mit den Verbrechen des NSU und deren gesellschaftlicher Aufarbeitung auseinander. Sie stellt die Biografien der Opfer vor und beleuchtet das Netzwerk des NSU, zu dem auch neonazistische V-Leute verschiedener Verfassungsschutzbehörden gehörten. Analysiert wird, warum die Mordserie lange nicht aufgedeckt wurde und wie gesellschaftspolitisch damit umgegangen wird. Dabei kommen auch Angehörige der Ermordeten zu Wort. Zugleich macht die Ausstellung deutlich, dass rechter Terror mit der Selbstenttarnung des NSU nicht endete – die rassistischen Morde von München, Halle oder Hanau haben es gezeigt.

Die Führung durch die Ausstellung schließt mit einer Diskussionsrunde.

Die Führung ist Teil des Begleitprogramms zur Wanderausstellung:
Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen

Der Eintritt zur Ausstellung und zu den Veranstaltungen ist frei (sofern nicht anders angegeben).
Um eine Spende wird gebeten.

Veranstaltet von der Geschichtswerkstatt Göttingen e. V., der Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945" und dem Haus der Kulturen Göttingen

Gefördert durch: Partnerschaft für Demokratie in der Stadt Göttingen und Geschichtswerkstatt Göttingen e. V.

Sonntag, 16. Oktober 2022, 15 Uhr

Offene Führung durch die Ausstellung „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“

mit Frauke Klinge, Geschichtswerkstatt Göttingen

Ort | Ausstellungsraum „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945", Godehardstraße 11, Göttingen

In den Jahren 2000 bis 2007 ermordeten die Neonazis des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) in Deutschland zehn Menschen. Abdurrahim Özüdoğru, Enver Şimşek, Habil Kılıç, Halit Yozgat, İsmail Yaşar, Mehmet Kubaşık, Mehmet Turgut, Süleyman Taşköprü und Theodoros Boulgarides wurden aus rassistischen Gründen umgebracht. Der NSU tötete zudem die Polizistin Michèle Kiesewetter und beging mehrere Bombenanschläge und Banküberfälle. Erst als sich der NSU im November 2011 selbst enttarnte, erfuhr die Öffentlichkeit, dass terroristische Rechtsextreme die Verbrechen verübt hatten. Die Polizei hatte bis dahin nur im Umfeld der Mordopfer nach den Täter*innen gesucht, Rassismus als Tatmotiv war ausgeblendet worden. Für die Angehörigen der Opfer begann nun ein erneuter, schmerzhafter Aufarbeitungsprozess.

Die bilderreiche Wanderausstellung von Birgit Mair setzt sich mit den Verbrechen des NSU und deren gesellschaftlicher Aufarbeitung auseinander. Sie stellt die Biografien der Opfer vor und beleuchtet das Netzwerk des NSU, zu dem auch neonazistische V-Leute verschiedener Verfassungsschutzbehörden gehörten. Analysiert wird, warum die Mordserie lange nicht aufgedeckt wurde und wie gesellschaftspolitisch damit umgegangen wird. Dabei kommen auch Angehörige der Ermordeten zu Wort. Zugleich macht die Ausstellung deutlich, dass rechter Terror mit der Selbstenttarnung des NSU nicht endete – die rassistischen Morde von München, Halle oder Hanau haben es gezeigt.

Die Führung durch die Ausstellung schließt mit einer Diskussionsrunde.

Die Führung ist Teil des Begleitprogramms zur Wanderausstellung:
Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen

Der Eintritt zur Ausstellung und zu den Veranstaltungen ist frei (sofern nicht anders angegeben).
Um eine Spende wird gebeten.

Veranstaltet von der Geschichtswerkstatt Göttingen e. V., der Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945" und dem Haus der Kulturen Göttingen

Gefördert durch: Partnerschaft für Demokratie in der Stadt Göttingen und Geschichtswerkstatt Göttingen e. V.

Sonntag, 23. Oktober 2022, 15 Uhr

Offene Führung durch die Ausstellung „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“

mit Annegrit Berghoff, Mitglied der Lagergemeinschaft KZ Moringen

Ort | Ausstellungsraum „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945", Godehardstraße 11, Göttingen

In den Jahren 2000 bis 2007 ermordeten die Neonazis des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) in Deutschland zehn Menschen. Abdurrahim Özüdoğru, Enver Şimşek, Habil Kılıç, Halit Yozgat, İsmail Yaşar, Mehmet Kubaşık, Mehmet Turgut, Süleyman Taşköprü und Theodoros Boulgarides wurden aus rassistischen Gründen umgebracht. Der NSU tötete zudem die Polizistin Michèle Kiesewetter und beging mehrere Bombenanschläge und Banküberfälle. Erst als sich der NSU im November 2011 selbst enttarnte, erfuhr die Öffentlichkeit, dass terroristische Rechtsextreme die Verbrechen verübt hatten. Die Polizei hatte bis dahin nur im Umfeld der Mordopfer nach den Täter*innen gesucht, Rassismus als Tatmotiv war ausgeblendet worden. Für die Angehörigen der Opfer begann nun ein erneuter, schmerzhafter Aufarbeitungsprozess.

Die bilderreiche Wanderausstellung von Birgit Mair setzt sich mit den Verbrechen des NSU und deren gesellschaftlicher Aufarbeitung auseinander. Sie stellt die Biografien der Opfer vor und beleuchtet das Netzwerk des NSU, zu dem auch neonazistische V-Leute verschiedener Verfassungsschutzbehörden gehörten. Analysiert wird, warum die Mordserie lange nicht aufgedeckt wurde und wie gesellschaftspolitisch damit umgegangen wird. Dabei kommen auch Angehörige der Ermordeten zu Wort. Zugleich macht die Ausstellung deutlich, dass rechter Terror mit der Selbstenttarnung des NSU nicht endete – die rassistischen Morde von München, Halle oder Hanau haben es gezeigt.

Die Führung durch die Ausstellung schließt mit einer Diskussionsrunde.

Die Führung ist Teil des Begleitprogramms zur Wanderausstellung:
Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen

Der Eintritt zur Ausstellung und zu den Veranstaltungen ist frei (sofern nicht anders angegeben).
Um eine Spende wird gebeten.

Veranstaltet von der Geschichtswerkstatt Göttingen e. V., der Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945" und dem Haus der Kulturen Göttingen

Gefördert durch: Partnerschaft für Demokratie in der Stadt Göttingen und Geschichtswerkstatt Göttingen e. V.

Montag, 31. Oktober 2022, 19:30 Uhr

Spuren – Die Opfer des NSU | Filmvorführung mit Diskussion

Ein Film von Aysun Bademsoy

Eintritt: 8 € | ermäßigt 7 €

Ort | Kino Lumiére, Geismar Landstraße 19, Göttingen

Spuren – das sind nicht nur die Hinweise, die die Rechtsterrorist*innen des NSU am Tatort hinterlassen haben, sondern auch die Verletzungen und Narben, die ihre Taten bei den Angehörigen der Opfer, in den migrantischen Gemeinschaften und in der gesamten deutschen Gesellschaft verursacht haben. In ihrem Dokumentarfilm begibt sich die türkischstämmige Regisseurin Aysun Bademsoy auf die Suche nach diesen Spuren und stellt sich dabei die Frage, welcher Prozess die Verletzungen überhaupt heilen könnte. „Spuren“ ist ein vielschichtiger Dokumentarfilm, der das Scheitern von Ermittler*innen und Justiz beleuchtet – und den Angehörigen der Opfer endlich eine Stimme gibt.

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Aysun Bademsoy wurde 1960 im Mersin, Türkei geboren. Neun Jahre später zog sie mit ihrer Familie nach Berlin. Nach Abschluss ihres Journalismus- und Theater-Studiums an der Freien Universität Berlin begann sie 1989, Dokumentarfilme zu drehen. In ihrem ersten Independent-Film „Mädchen am Ball“ (1995) porträtierte sie ein türkisches Frauenfußballteam, mit dessen Karriere sie sich auch in „Nach dem Spiel“ (1997) und in „Ich gehe jetzt rein …“ (2008) befasste. Als Regieassistentin und Produktionsmanagerin arbeitete sie mit Harun Farocki und Christian Petzold zusammen; zudem war sie als Filmeditorin und Schauspielerin tätig. Aysun Bademsoy lebt und arbeitet in Berlin.

Der Film ist Teil des Begleitprogramms zur Wanderausstellung:
Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen

Veranstaltet von der Geschichtswerkstatt Göttingen e. V., der Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945" und dem Haus der Kulturen Göttingen in Kooperation mit Kino Lumière

Freitag, 4. November 2022, 18 Uhr

Eine ehrenwerte Familie. Die Microphone Mafia | Multimediale Lesung mit Live-Musik

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 Rossi Pennino und Kutlu Yurtseven von Microphone Mafia

mit Kutlu Yurtseven, Gründungsmitglied der Rap-Band Microphone Mafia

Ort: Aula im Waldweg, Waldweg 26, Göttingen

Mehr als nur Musik: Seit über 30 Jahren sind Kutlu Yurtseven und Rossi Pennino die „Microphone Mafia“. Auf Türkisch, Italienisch und Deutsch rappen sie über den migrantischen Alltag und über Politik, über Rassismus und die Erfahrung rechter Brandanschläge in den 1990er-Jahren. Sie engagieren sich antirassistisch und antifaschistisch, ihre vielen gemeinsamen Konzerte mit der im vergangenen Jahr gestorbenen Auschwitz-Überlebenden Esther Bejarano und ihrem Sohn Joram sind legendär.

Das Bombenattentat des rechtsterroristischen NSU in der Kölner Keupstraße hat Kutlu Yurtseven aus nächster Nähe miterlebt. In der Veranstaltung liest er aus der Autobiografie, die er zusammen mit Rossi Pennino geschrieben hat, zeigt Bilder und Videos – und natürlich rappt er.

Die Multimediale Lesung mit Live-Musik ist Teil des Begleitprogramms zur Wanderausstellung:
Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen

Der Eintritt zur Ausstellung und zu den Veranstaltungen ist frei (sofern nicht anders angegeben).
Um eine Spende wird gebeten.

Veranstaltet von der Geschichtswerkstatt Göttingen e. V., der Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945" und dem Haus der Kulturen Göttingen

Gefördert durch: Partnerschaft für Demokratie in der Stadt Göttingen und Geschichtswerkstatt Göttingen e. V.

Sonntag, 6. November 2022 | 14:00 Uhr

Alltag und Alltäglichkeit der Zwangsarbeit | Eine Führung durch die Ausstellung

mit Frauke Klinge, Historikerin, Geschichtswerkstatt Göttingen

Ort: Ausstellungsraum „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945", Godehardstraße 11, Göttingen

Zwangsarbeit war ein Massenphänomen, das im Zweiten Weltkrieg auch in Göttingen und Südniedersachsen überall sichtbar war. Sie bestimmte nicht nur das tägliche Leben der Zwangsarbeitenden, sondern gehörte auch für die deutsche Bevölkerung zum selbstverständlichen Alltag. In dieser thematischen Ausstellungsführung werden Alltag und Alltäglichkeit der Zwangsarbeit genauer betrachtet. Wie und wo lebten die nach Deutschland verschleppten Menschen? Wo arbeiteten sie? Wurden sie entlohnt? Gab es Freizeit für sie? Wie war der Kontakt mit Deutschen? Und wie prägte der nationalsozialistische Rassismus das Leben der Zwangsarbeitenden?

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Photo: Lisa Grow

Der Eintritt zur Ausstellung und zur Führung ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Veranstaltet von der Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit in Südniedersachsen 1939-1945" und der Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. im Rahmen der Göttinger Veranstaltungsreihe „Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus – Eine Veranstaltungsreihe: 9. November - 27. Januar"

Darüber hinaus hat die Ausstellung am 6. November 2022 von 14:00 - 17:00 Uhr für Einzelbesucher*innen geöffnet.

Freitag, 11. November 2022, 19 Uhr

NSU-Komplex: Der Kampf um weitere Aufklärung | Vortrag und Diskussion

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Demonstration am Tag der Urteilsverkündung in Berlin (Fotorechte: NSU-Watch)

mit Caro Keller, NSU Watch

Ort: Haus der Kulturen, Hagenweg 2e, Göttingen

Auch mehr als zehn Jahre nach der Selbstenttarnung des NSU ist die Aufklärung des NSU-Komplexes noch lange nicht abgeschlossen. Die juristische Aufarbeitung beschränkte sich auf den Münchner NSU-Prozess gegen Beate Zschäpe und einige wenige Unterstützer*innen. Die Untersuchungsausschüsse in Bund und Ländern, die die Rolle der Behörden bei der rechtsterroristischen Mordserie beleuchten sollten, wurden ihrem Auftrag oft nur ansatzweise gerecht. In der Veranstaltung soll diskutiert werden, auf welchem Stand die Aufklärung ist, welche Konsequenzen wir als Gesellschaft daraus ziehen sollten und wie der Kampf um weitere Aufklärung geführt werden kann.

Der Vortrag ist Teil des Begleitprogramms zur Wanderausstellung:
Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen

Der Eintritt zur Ausstellung und zu den Veranstaltungen ist frei (sofern nicht anders angegeben).
Um eine Spende wird gebeten.

Veranstaltet von der Geschichtswerkstatt Göttingen e. V., der Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945" und dem Haus der Kulturen Göttingen

Gefördert durch: Partnerschaft für Demokratie in der Stadt Göttingen und Geschichtswerkstatt Göttingen e. V.

Sonntag, 13. November 2022, 15 Uhr

Offene Führung durch die Ausstellung „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“

mit Frauke Klinge, Geschichtswerkstatt Göttingen

Ort | Ausstellungsraum „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945", Godehardstraße 11, Göttingen

In den Jahren 2000 bis 2007 ermordeten die Neonazis des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) in Deutschland zehn Menschen. Abdurrahim Özüdoğru, Enver Şimşek, Habil Kılıç, Halit Yozgat, İsmail Yaşar, Mehmet Kubaşık, Mehmet Turgut, Süleyman Taşköprü und Theodoros Boulgarides wurden aus rassistischen Gründen umgebracht. Der NSU tötete zudem die Polizistin Michèle Kiesewetter und beging mehrere Bombenanschläge und Banküberfälle. Erst als sich der NSU im November 2011 selbst enttarnte, erfuhr die Öffentlichkeit, dass terroristische Rechtsextreme die Verbrechen verübt hatten. Die Polizei hatte bis dahin nur im Umfeld der Mordopfer nach den Täter*innen gesucht, Rassismus als Tatmotiv war ausgeblendet worden. Für die Angehörigen der Opfer begann nun ein erneuter, schmerzhafter Aufarbeitungsprozess.

Die bilderreiche Wanderausstellung von Birgit Mair setzt sich mit den Verbrechen des NSU und deren gesellschaftlicher Aufarbeitung auseinander. Sie stellt die Biografien der Opfer vor und beleuchtet das Netzwerk des NSU, zu dem auch neonazistische V-Leute verschiedener Verfassungsschutzbehörden gehörten. Analysiert wird, warum die Mordserie lange nicht aufgedeckt wurde und wie gesellschaftspolitisch damit umgegangen wird. Dabei kommen auch Angehörige der Ermordeten zu Wort. Zugleich macht die Ausstellung deutlich, dass rechter Terror mit der Selbstenttarnung des NSU nicht endete – die rassistischen Morde von München, Halle oder Hanau haben es gezeigt.

Die Führung durch die Ausstellung schließt mit einer Diskussionsrunde.

Die Führung ist Teil des Begleitprogramms zur Wanderausstellung:
Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen

Der Eintritt zur Ausstellung und zu den Veranstaltungen ist frei (sofern nicht anders angegeben).
Um eine Spende wird gebeten.

Veranstaltet von der Geschichtswerkstatt Göttingen e. V., der Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945" und dem Haus der Kulturen Göttingen

Gefördert durch: Partnerschaft für Demokratie in der Stadt Göttingen und Geschichtswerkstatt Göttingen e. V.

Sonntag, 4. Dezember 2022 | 14:00 Uhr

Geschichte erforschen mit dem Museumskoffer | Workshop für Alle

Mit Annika Fischer, Historikerin, Göttingen

Ort: Ausstellungsraum „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945", Godehardstraße 11, Göttingen

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Foto: Joachim Tornau

Zwangsarbeit war das nationalsozialistische Unrecht, das die größte Anzahl an Menschen traf. Die Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945“ zeigt, wie das in der Region aussah. Wie allgegenwärtig und vielgestaltig war die Zwangsarbeit im nationalsozialistischen Deutschland? Wie sah das alltägliche Leben der Zwangsarbeiter*innen aus? Und wie machte die NS-Ideologie je nach Herkunft der Menschen selbst hier noch Unterschiede?

Zehn Museumskoffer, gefüllt mit Objekten, Fotos und Dokumenten, decken jeweils Teilbereiche des umfangreichen Themas Zwangsarbeit ab und ermöglichen einen beinahe schon persönlichen Zugang hierzu. Um die Geschichten und Schicksale hinter den Gegenständen zu entschlüsseln, werden alle Elemente der Ausstellung genutzt.

Abschließende Kurzpräsentationen fügen die Einzelrecherchen zu einem umfassenden historischen Gesamtbild zusammen. Rassismus, Antisemitismus und Kriegswirtschaft als Grundlagen der NS-Zwangsarbeit werden ebenso thematisiert wie Fragen der Verantwortung, Erinnerung und Entschädigung nach 1945.

Der Workshop und Eintritt zur Ausstellung und Workshop ist frei.
Max. 20 Teilnehmer*innen

Voranmeldung bitte per E-Mail info@zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu oder telefonisch 0551/ 29 34 69 01.

Veranstaltet von der Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit, Südniedersachsen 1939-1945" und der Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. im Rahmen der Göttinger Veranstaltungsreihe  „Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus 9. November – 27. Januar".

Sonntag, 8. Januar 2023 | 14:00 Uhr

Lebensgeschichten niederländischer NS-Zwangsarbeiter | Eine Führung durch die Ausstellung

mit Günther Siedbürger, Kulturwissenschaftler, Göttingen

Ort: Ausstellungsraum „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945", Godehardstraße 11, Göttingen

Wohl 60.000 Menschen oder mehr mussten während des Zweiten Weltkriegs in Göttingen und Umgebung Zwangsarbeit leisten. Sie kamen aus allen Teilen Europas. Die Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945" ist ihrem Schicksal gewidmet.

Nicht besonders bekannt ist, dass auch aus den Niederlanden Menschen von den deutschen Besatzern in die Region verschleppt wurden. Was Zwangsarbeit für sie bedeutete, macht diese thematische Ausstellungsführung am Beispiel der Lebensgeschichten zweier Niederländer aus unterschiedlichen Zwangsarbeitergruppen deutlich. Erzählt wird von den Tätigkeiten, die sie verrichten mussten, von den Lagern, in denen sie untergebracht waren, und von den Gefahren, denen sie ausgesetzt waren. Berichtet wird aber auch über ihr Leben vor der Verschleppung und über die Art und Weise, wie sie nach der Befreiung mit ihren Erfahrungen umgingen.

Lena Winkelmolen-Schreurs 2010_Foto_Franziska Senkel
Lena Winkelmolen-Schreurs aus Neer, Niederlande in der Ausstellung (2010)
Foto: Franziska Senkel

Der Eintritt zur Ausstellung und zur Führung ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Veranstaltet von der Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit in Südniedersachsen 1939-1945" und der Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. im Rahmen der Göttinger Veranstaltungsreihe „Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus – Eine Veranstaltungsreihe: 9. November - 27. Januar"

Darüber hinaus hat die Ausstellung am 4. Dezember 2022 von 14:00 - 17:00 Uhr für Einzelbesucher*innen geöffnet.

Freitag, 30. Januar 2023, 14:00 Uhr

Geschichte Göttingens im Nationalsozialismus | Ein Stadtteilrundgang

Mit Frauke Klinge und Jörg Janßen, Historiker*innen, Geschichtswerkstatt Göttingen

Treffpunkt vor der Aula am Wilhelmsplatz

Mit diesem Stadtrundgang möchte die Geschichtswerkstatt Göttingen einen Einblick in den Alltag der Göttinger Bevölkerung zur Zeit des Nationalsozialismus vermitteln. Anhand von ausgewählten Themen richten wir den Blick nicht nur auf die Opfer von Entrechtung, Verfolgung und Deportation, sondern auch auf die Täter und Täterinnen vor Ort. Stationen des Rundgangs werden u.a. die Göttinger Universität im Nationalsozialismus, die Situation an den Schulen, die Bedeutung der NS-Zwangsarbeit und die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung sein.

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Theaterplatz 11, Deutsches Theater in der NS-Zeit
Fotorechte: Städtisches Museum Göttingen

Der Rundgang ist frei, um eine Spende wird gebeten.

 Veranstaltet von der Geschichtswerkstatt Göttingen e.V.