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Veranstaltungstermine aktuell

Sonntag, 4. Dezember 2022 | 14:00 Uhr

Geschichte erforschen mit dem Museumskoffer | Workshop für Alle

Mit Annika Fischer, Historikerin, Göttingen

Ort: Ausstellungsraum „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945", Godehardstraße 11, Göttingen

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Foto: Joachim Tornau

Zwangsarbeit war das nationalsozialistische Unrecht, das die größte Anzahl an Menschen traf. Die Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945“ zeigt, wie das in der Region aussah. Wie allgegenwärtig und vielgestaltig war die Zwangsarbeit im nationalsozialistischen Deutschland? Wie sah das alltägliche Leben der Zwangsarbeiter*innen aus? Und wie machte die NS-Ideologie je nach Herkunft der Menschen selbst hier noch Unterschiede?

Zehn Museumskoffer, gefüllt mit Objekten, Fotos und Dokumenten, decken jeweils Teilbereiche des umfangreichen Themas Zwangsarbeit ab und ermöglichen einen beinahe schon persönlichen Zugang hierzu. Um die Geschichten und Schicksale hinter den Gegenständen zu entschlüsseln, werden alle Elemente der Ausstellung genutzt.

Abschließende Kurzpräsentationen fügen die Einzelrecherchen zu einem umfassenden historischen Gesamtbild zusammen. Rassismus, Antisemitismus und Kriegswirtschaft als Grundlagen der NS-Zwangsarbeit werden ebenso thematisiert wie Fragen der Verantwortung, Erinnerung und Entschädigung nach 1945.

Der Workshop und Eintritt zur Ausstellung und Workshop ist frei.
Max. 20 Teilnehmer*innen

Voranmeldung bitte per E-Mail info@zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu oder telefonisch 0551/ 29 34 69 01.

Darüber hinaus hat die Ausstellung am 4. Dezember 2022 von 14:00 - 17:00 Uhr für Einzelbesucher*innen geöffnet.

Veranstaltet von der Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit, Südniedersachsen 1939-1945" und der Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. im Rahmen der Göttinger Veranstaltungsreihe  „Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus 9. November – 27. Januar".

Sonntag, 8. Januar 2023 | 14:00 Uhr

Lebensgeschichten niederländischer NS-Zwangsarbeiter | Eine Führung durch die Ausstellung

mit Günther Siedbürger, Kulturwissenschaftler, Göttingen

Ort: Ausstellungsraum „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945", Godehardstraße 11, Göttingen

Wohl 60.000 Menschen oder mehr mussten während des Zweiten Weltkriegs in Göttingen und Umgebung Zwangsarbeit leisten. Sie kamen aus allen Teilen Europas. Die Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945" ist ihrem Schicksal gewidmet.

Nicht besonders bekannt ist, dass auch aus den Niederlanden Menschen von den deutschen Besatzern in die Region verschleppt wurden. Was Zwangsarbeit für sie bedeutete, macht diese thematische Ausstellungsführung am Beispiel der Lebensgeschichten zweier Niederländer aus unterschiedlichen Zwangsarbeitergruppen deutlich. Erzählt wird von den Tätigkeiten, die sie verrichten mussten, von den Lagern, in denen sie untergebracht waren, und von den Gefahren, denen sie ausgesetzt waren. Berichtet wird aber auch über ihr Leben vor der Verschleppung und über die Art und Weise, wie sie nach der Befreiung mit ihren Erfahrungen umgingen.

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Lena Winkelmolen-Schreurs aus Neer, Niederlande in der Ausstellung (2010)
Foto: Franziska Senkel

Der Eintritt zur Ausstellung und zur Führung ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Veranstaltet von der Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit in Südniedersachsen 1939-1945" und der Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. im Rahmen der Göttinger Veranstaltungsreihe „Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus – Eine Veranstaltungsreihe: 9. November - 27. Januar"

Darüber hinaus hat die Ausstellung am 8. Januar 2023 von 14:00 - 17:00 Uhr für Einzelbesucher*innen geöffnet.

Freitag, 30. Januar 2023, 14:00 Uhr

Geschichte Göttingens im Nationalsozialismus | Ein Stadtteilrundgang

Mit Frauke Klinge und Jörg Janßen, Historiker*innen, Geschichtswerkstatt Göttingen

Treffpunkt vor der Aula am Wilhelmsplatz

Mit diesem Stadtrundgang möchte die Geschichtswerkstatt Göttingen einen Einblick in den Alltag der Göttinger Bevölkerung zur Zeit des Nationalsozialismus vermitteln. Anhand von ausgewählten Themen richten wir den Blick nicht nur auf die Opfer von Entrechtung, Verfolgung und Deportation, sondern auch auf die Täter und Täterinnen vor Ort. Stationen des Rundgangs werden u.a. die Göttinger Universität im Nationalsozialismus, die Situation an den Schulen, die Bedeutung der NS-Zwangsarbeit und die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung sein.

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Theaterplatz 11, Deutsches Theater in der NS-Zeit
Fotorechte: Städtisches Museum Göttingen

Der Rundgang ist frei, um eine Spende wird gebeten.

 Veranstaltet von der Geschichtswerkstatt Göttingen e.V.