Textgröße:  A   A+   A++

Veranstaltungstermine aktuell

Sonntag, 7. Oktober 2018 | 14:30 - 16:00 Uhr

Lebensgeschichten niederländischer NS-Zwangsarbeiter | Eine Führung durch die Ausstellung

mit Paulien Veenstra (Studentin der Sprachwissenschaft)

Ort: Ausstellungsraum in der BBS II, Godehardstraße 11 in Göttingen

Die Zwangsarbeitenden, die im Zweiten Weltkrieg in Südniedersachsen leben und arbeiten mussten, kamen aus allen Teilen Europas. Auch aus den Niederlanden wurden Menschen von den deutschen Besatzern nach Göttingen und Umgebung gebracht. Was Zwangsarbeit für sie bedeutete, macht diese thematische Ausstellungsführung am Beispiel der Lebensgeschichten zweier Niederländer deutlich. Erzählt wird von den Tätigkeiten, die sie verrichten mussten, von den Lagern, in denen sie untergebracht waren, und von den Gefahren, denen sie ausgesetzt waren. Berichtet wird aber auch über ihr Leben vor der Verschleppung und über die Art und Weise, wie sie nach der Befreiung mit ihren Erfahrungen umgingen.

Die Führung ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten.

Voranmeldung: info@zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu oder Tel. 0551 / 50 76 45 54

Veranstaltet von der Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit in Südniedersachsen 1939-1945" und die Geschichtswerkstatt Göttingen e.V.


Darüber hinaus hat die Ausstellung am 7. Oktober 2018 von 14.00-17.00 Uhr für Einzelbesucher geöffnet.

Donnerstag, 25. Oktober 2018 | 19:00 Uhr

Vortrag | Dr. Robert Ritter | Kriminal- und erbbiologische Selektion bei Jugendlichen der KZs Moringen und Uckermark

mit Andreas Kohrs, Göttingen

Ort: Ausstellungsraum in der BBS II, Godehardstraße 11 in Göttingen
Einlass 18.00 Uhr

In den Jugend-KZs Moringen und Uckermark inhaftierte Jugendliche wurden unter „rassehygienischen" Gesichtspunkten selektiert. Im Göttinger Klinikum wurden dann auf Veranlassung Ritters Zwangssterilisationen an Jugendlichen aus dem KZ Moringen vorgenommen. Damit beschäftigt sich Andreas Kohrs, der die Jugend-KZs seit den 80er Jahren erforscht.

Veranstaltet von der Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit in Südniedersachsen 1939-1945" und die Geschichtswerkstatt Göttingen e.V.

19. August 2018 bis 26. Oktober 2018

Sonderausstellung | 45 Jahre Bürgerrechtsarbeit deutscher Sinti und Roma

   



Öffnungszeiten |

mittwochs & freitags 10-14 h
1. / 3. Sonntag im Monat 14-17 h
und für Gruppen nach Vereinbarung


Ort |
Dauerausstellung Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945

Godehardstraße 11 | Göttingen


Die Ausstellung „45 Jahre Bürgerrechtsarbeit deutscher Sinti und Roma" zeigt die Meilensteine der Bürgerrechtsarbeit von der Gründung des damaligen „Zentral-Komitees der Sinti West-Deutschlands" im Jahr 1971 bis zur heutigen Arbeit des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma. Fotografien aus fünf Jahrzehnten lenken den Blick auf bekannte und bisher weniger bekannte Ereignisse der Bürgerrechtsarbeit.

Nach dem Zweiten Weltkriegs wurden die NS-Verbrechen an Sinti und Roma über Jahrzehnte hinweg beschwiegen und die Überlebenden erneut ausgegrenzt und ins Abseits gedrängt. Die Verantwortlichen des Völkermordes hingegen konnten in vielen Fällen als respektierte Mitglieder der westdeutschen Nachkriegsgesellschaft weiterleben und ohne Angst vor Bestrafung ihre Karrieren fortsetzen. Der Völkermord an den Sinti und Roma wurde systematisch geleugnet, insbesondere durch ehem. Angehörige des Reichssicherheitshauptamtes, die in der BRD wieder hohe Positionen in Polizeibehörden innehatten.

Die Ausstellung wurde konzipiert vom Team des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma und zeigt, wie es der Bürgerrechtsbewegung deutscher Sinti und Roma gelungen ist, die NS-Vergangenheit zum gesellschaftlichen Thema zu machen und immer wieder erfolgreich für die Belange der Minderheit einzutreten. Neben vielen einzelnen Persönlichkeiten werden die aufsehenerregenden Aktionen, wie etwa der Hungerstreik im ehem. Konzentrationslager Dachau 1980, näher beleuchtet Dabei kann die Bürgerrechtsarbeit noch lange nicht als abgeschlossen betrachtet werden, somit richtet sich die Ausstellung auch an junge Menschen, die diesen Weg weiter gehen. In Anbetracht eines bis heute weit verbreiteten Antiziganismus und der schwierigen Lage von Sinti und Roma in vielen Ländern Europas, handelt es sich um die historische Einbettung eines sehr aktuellen Themas.

Eintritt frei | Spenden erwünscht
Flugblatt [Download]

Rahmenprogramm |

Eine Kooperation der Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945"mit |
Zentralrat Deutscher Sinti und Roma
Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Heidelberg
Roma Center Göttingen e.V.
Roma Antidiscrimination Network RAN
Geschichtswerkstatt Göttingen e.V.

Sonntag, 4. November 2018 | 14:30 - 16:00 Uhr

Überblicksführung | Zwangsarbeit in Südniedersachsen

mit Günther Siedbürger, Geschichtswerkstatt Duderstadt

Ort: Ausstellungsraum in der BBS II, Godehardstraße 11 in Göttingen

Im Zweiten Weltkrieg waren zur Arbeit gezwungene Ausländer*innen in praktisch jedem Bereich der deutschen Kriegswirtschaft tätig. Sie waren überall in den Städten und Dörfern präsent und schwebten in ständiger Gefahr. Diese Führung gibt einen Überblick, wie das in der Region aussah. Sie geht auf die Lebenswege einzelner Zwangsarbeitender ein, beleuchtet Zwangs-Arbeitsplätze in Südniedersachsen, erklärt den Zusammenhang zwischen Zwangsarbeit und NS-Ideologie und stellt die verschiedenen europäischen Perspektiven auf dieses Verbrechen dar.

Die Führung ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten.

Voranmeldung: info@zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu oder Tel. 0551 / 50 76 45 54

Veranstaltet von der Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit in Südniedersachsen 1939-1945" und die Geschichtswerkstatt Göttingen e.V.

Darüber hinaus hat die Ausstellung am 4. November 2018 von 14.00-17.00 Uhr für Einzelbesucher geöffnet.