Textgröße:  A   A+   A++

Unser Angebot für Jugendgruppen und Schulklassen

Unser Bildungsprogramm ab 2016

Für Schulklassen und Jugendgruppen ist eine Anmeldung von dem Besuch der Ausstellung erforderlich!
Bitte per Mail an info@zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu oder telefonisch unter 0551 / 29 34 69 0

Alle Gruppen erhalten eine kostenlose Einführung in die Ausstellung | ca. 10 Minuten.

Mehr über die Ausstellung sowie unsere aktuelle Bildungangebote als Druckversion finden sie hier.

Führungen durch die Ausstellung für Schulklassen und Jugendgruppen

Thematische Führungen durch die Ausstellung für Schulklassen und Jugendgruppen mit bis zu 30 Personen beinhalten eine Führung von ungefähr 60 Minuten inklusive 1 Ausstellungskatalog pro Person und sind kostenpflichtig: 50 Euro pro Gruppe.
Bitte melden Sie ihre gewünschten Termine so früh wie möglich per E-Mail oder Telefon an und wir werden uns so bald wie möglich zurückmelden, jedoch spätestens innerhalb von zwei Wochen.


Allgemeine Führung durch die Ausstellung | Zur Arbeit gezwungene AusländerInnen waren in praktisch jedem Bereich der deutschen Kriegswirtschaft tätig, überall in den Städten und Dörfern präsent und schwebten in ständiger Gefahr. Die Führung wird auf die Lebenswege einzelner Zwangsarbeitender eingehen, Zwangs-Arbeitsplätze in Südniedersachsen beleuchten und die verschiedenen europäischen Perspektiven auf dieses Verbrechen darstellen.


Thematische Führung | Alltag der Zwangsarbeit | Zwangsarbeit war ein Massenphänomen, das im Zweiten Weltkrieg auch in der Region Göttingen überall sichtbar war. Wie und wo lebten die nach Deutschland verschleppten Menschen? Wo arbeiteten sie? Wurden sie entlohnt? Gab es Freizeit für sie? Wie war der Kontakt mit Deutschen? Wie prägte der nationalsozialistische Rassismus das Leben der Zwangsarbeitenden? Eine Führung zum Alltag und zur Alltäglichkeit der Zwangsarbeit.

Projekttag in Kooperation mit dem YLAB an der Universität Göttingen

Zwangsarbeit im Nationalsozialismus. Eine Spurensuche | Zwangsarbeit war tief im Alltag verankert und so eröffnet eine historische Aufarbeitung Zugänge zu einer Vielfalt von Themen: Wirtschafts-, Arbeits- und Sozialpolitik des NS-Staates, NS-Rassenideologie, Handlungsspielräume der deutschen Bevölkerung von der Kollaboration bis zur Hilfe für die Verschleppten und zum Widerstand. Zugleich ermöglicht eine Auseinandersetzung mit diesem Teil der Vergangenheit Schlüsse auf die Erinnerungsarbeit und den Umgang mit der eigenen Geschichte.
Im Rahmen dieses Kooperationsprojekts werden sich die Teilnehmenden vormittags im YLAB Grundkenntnisse der Geschichte der Zwangsarbeit aneignen. Nach der Mittagspause gibt es eine Führung durch die Ausstellung in der BBS II. Anschließend arbeiten sie in Kleingruppen mit einzelnen Biographien von Jugendlichen, Frauen und Männern, die Zwangsarbeit in der Region Südniedersachsen verrichten mussten, und werden jeweils eine Biographie erstellen. So können sich die Teilnehmenden zugleich unterschiedlichen Formen historischer Forschung nähern: Wie Geschichte (re)konstruiert wird; welcher Quellenwert Zeitzeugeninterviews im Zuge der „Oral History" zukommt; wie biografische Dokumente kontextualisiert werden und welche Quellen und Methoden historische Forschung bestimmen. Dieses Projekt richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 9 und kann in Gruppen mit bis zu 30 Personen durchgeführt werden. Es setzt grundsätzliches Interesse an Geschichte und Grundkenntnisse des Nationalsozialismus voraus.

Es dauert in der Regel von 9.00 Uhr bis ca. 16.00 Uhr (inkl. Mittagspause) und kostet nur 2 Euro pro TeilnehmerIn.
Kursanmeldung bitte beim YLAB unter: http://ylab.uni-goettingen.de/kursanmeldung/

Stadtrundgänge für Schulklassen und Jugendgruppen

Folgende Stadtrundgänge können mit Jugendgruppen/ Schulklassen mit bis zu 30 Personen durchgeführt werden und sind kostenpflichtig: 60 Euro pro Gruppe.
Bitte melden Sie ihre gewünschten Termine so früh wie möglich per E-Mail oder Telefon an und wir werden uns so bald wie möglich zurückmelden, jedoch spätestens innerhalb von zwei Wochen.


Zwangsarbeit in Göttingen: „Von der Konditorei zur Messtechnik. NS-Zwangsarbeit in Göttingen" |
Ein Stadtrundgang zu Fuß und mit dem Fahrrad |
Zwangsarbeitende prägten das tägliche Bild in der Stadt Göttingen. Sie waren in fast jedem denkbaren Wirtschaftsbereich tätig, von Gaststätten und Hotels über die Mühle bis hin zum Krankenhaus und zur Munitionsfabrik, in kirchlichen Einrichtungen, Kommunen und Privathaushalten. Ohne sie wäre die deutsche Wirtschaft zusammengebrochen. Viele deutsche Betriebe haben von dem Einsatz ausländischer ZwangsarbeiterInnen wirtschaftlich profitiert. Themen der Rundgänge sind: Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen im Göttinger Alltag, in Göttinger Kleinbetrieben wie Konditoreien, Bäckereien, Hotels etc., Zwangsarbeit in Eisenbahnbetrieben und Messtechnik-Unternehmen sowie Unterkünfte und Lager für Zwangsarbeitende.
Zu Fuß in der Innenstadt: Dauer 1,5 bis 2 Std. | Mit dem Fahrrad (West-/Südstadt): Dauer 2,5+ Std.


Zwangsarbeit in Duderstadt | Zwangsarbeit war das nationalsozialistische Verbrechen, das die größte Anzahl an Menschen traf. Zur Arbeit gezwungene AusländerInnen waren in praktisch jedem Bereich der deutschen Kriegswirtschaft tätig und überall im Stadtbild präsent. Auf unserem Rundgang werden wir Orte aufsuchen, die diese Tatsache plastisch machen, und zeigen, dass Zwangsarbeit in Duderstadt auch jenseits des KZ-Arbeitskommandos am Euzenberg in vielfacher Form existierte. Dauer 1,5 bis 2 Std.


Medizin in Göttingen im Nationalsozialismus. Zwangsarbeitende als Personal und Patienten des alten Universitätsklinikums | Der Rundgang über das Gelände des alten Universitätsklinikums zwischen Goßlerstraße und Humboldtallee gibt eine Einführung in die Göttinger Klinikumsgeschichte und die Entwicklung der Medizinischen Fakultät in der NS-Zeit. Themen sind außerdem: Zwangssterilisationen in der Frauenklinik, die Rolle von Hebammen in der NS-Zeit sowie ZwangsarbeiterInnen als PatientInnen und Personal im Klinikum. Zum Abschluss geht es um den (aktuellen) Umgang der Medizinischen Fakultät mit ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit. Dauer 1,5 bis 2 Std.

Das Bildungsprogramm 1. Halbjahr 2016 ist vom Landschaftsverband Südniedersachsen e.V., der Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. sowie durch Spenden von Einzelpersonen gefördert.

Eine Schulklasse bei einer Führung mit Günther Siedbürger.
Bildquelle: Lisa Grow



Fotojournalistische Reportagen von Studierenden der Hochschule Hannover können an den Learning Centers in der Ausstellung betrachtet werden.
Bildquelle: Lisa Grow